Leben und Denken reflektieren, interpretieren und diskutieren 15.12.2019
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Seminar: Resonanz und Begegnung, Jülich 24.03.2020, 31.03.2020, 07.04.2020
Die Basis der Beziehung des Menschen zur „Welt“ und/oder zu anderen Menschen lässt sich auf sehr unterschiedliche Zugangsweisen zurückzuführen.

So ist etwa bei Maurice Merleau-Ponty (1901-1961) der „Leib“ der Begriff für den Ort der Fundierung des Menschen in der Welt. Und so beginnt die Weltbegegnung bei ihm mit der Fähigkeit des Empfindens als Grundlage „für alles weitere“.  

Eine alltägliche Verrichtung des Menschen, die so notwendige Nahrungsaufnahme, wird mit Jean Anthèlme Brillat-Saverin (1755-1826) ins Visier genommen. Seine „Physiologie des Ge-schmacks oder Betrachtungen über das höhere Tafelvergnügen“ führt uns vor Augen, wie sich in dieser alltäglichen Tätigkeit fundamentale Begegnungsbewertungen verbergen (können).

Geläufiger und viel näher ist uns wohl die Vorstellung, dass die Sprache das Medium ist, mit dem und in dem sich menschliche Resonanzen und Begegnungen widerspiegeln oder ereignen. Jürgen Habermas (1929-) untersucht in seinem Text, ob diese Annahme richtig ist und ob nicht daneben für den Menschen wichtige sprachunabhängige Begegnungsformen existieren.
       
Diesen Herangehensweisen und Antworten wird in diesem dreiteiligen Seminar nachgegangen. Hierzu werden diese drei Texte herangezogen: 
1) Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung; Berlin/New York 1966, S. 21-31.
2) Jean Anthèlme Brillat-Saverin (1755-1826): Physiologie des Geschmacks; Frankfurt a. M 41996, S.  15-33.   
3) Jürgen Habermas (1929-): Die Lebenswelt als Raum symbolischer Gründe, in: ders.: Nach-metaphysisches Denken II; Berlin 2012, S. 54-76.

Ort: Peter-Beier-Haus
Aachener Straße 13 a
52428 Jülich
Gebühr: 15,00 € plus 2,00 € Kopiergebühr.
Anmeldung: Tel. 02461/99660
 
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