Leben und Denken reflektieren, interpretieren und diskutieren 23.04.2019
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"Kindermund tut Wahrheit kund", General-Anzeiger Bonn vom 25.07.2000

GESPRÄCH Philosophen diskutieren in der Pauke 
WESTSTADT. "Guck mal, Mami, der Mann hat ja einen ganz dicken Bauch und eine Glatze." Typisch Kin-dermund. Doch der kann für Eltern manchmal sehr peinlich werden. Kinder nehmen eben kein Blatt vor den Mund und sagen meistens, was sie denken. Ob der "Kindermund immer Wahrheit kund" tut, darüber diskutierten jetzt 20 Hobby-Philosophen im Bistro Pauke. "Der Kindermund ist faszinierend", meinte Thomas Ebers vom Schreikönig-Verlag. Er unterstützte den Philosophen Markus Melchers bei der Moderation.
"Die Unverstelltheit und Offenheit, mit der Kinder sich selbst und anderen gegenüber stehen, ist einzigartig", versuchte Ebers das Phänomen zu charakterisieren. Doch daraus zu schließen, dass Kinder immer die Wahrheit sagten, sei falsch, ",denn Kinder leben im Vergleich zu Erwachsenen nicht näher zur Wahrheit. Für sie ist vieles nur noch nicht durch den täglichen Umgang und durch Gewohnheit und Konventionen festgelegt." Das Ergebnis sei, dass Kinder Dinge mehr hinterfragten. Und wer offen wie sie an Neues herangehe, der könne noch richtig staunen, waren sich alle einig. rah  

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