Leben und Denken reflektieren, interpretieren und diskutieren 22.06.2018
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Denken in der Moderne. Seminar in Jülich am 08.10.2018, 15.10.2018 und 22.10.2018
„Moderne“ ist ein schillernder Begriff. So wird er als Synonym für „die Renaissance“ gebraucht. Zugleich wird er auch zur Kennzeichnung einer Kunstepoche oder als Gegenbegriff zu „Althergebracht“ verwendet.

Mit „Moderne“ lässt sich aber auch das Zeitalter beschreiben, in dem das Wissen über die grundsätzliche Veränderung aller Lebensumstände immer präsent ist. Ob das „Neue“ erwünscht oder abgelehnt wird – als Thema lässt es sich nicht ignorieren. Dieses Neue ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts Gegenstand einer gerade gegründeten Disziplin: der Soziologie. Georg Simmel, einer ihrer Begründer, thematisiert die Veränderungen, die mit dem Aufkommen der Großstadt als „Lebensform“, den Menschen dauerhaft in seiner Individualität (heraus)fordern.

Dass angesichts der Moderne als Veränderungsgeschehen, nicht nur die Gegenwart sondern auch die Vergangenheit neu gedacht werden muss – dies legt Walter Benjamin in seinen Thesen zur Geschichte dar. Stammt dieser Text auch aus dem Jahr 1940, so ist er doch auch als Antwort auf die Entwicklung der historischen Prozesse, die zum Ende der Weimarer Republik führten und damit zugleich in Deutschland die Moderne beendeten zu verstehen.

Dass sich in der Moderne nicht nur Begriffe und Lebenswelten ändern beschreibt Siegfried Kracauer, damals einer der wichtigsten Publizisten Deutschlands, in seinem Essay „Langeweile“.

Die Textauszüge stammen aus folgenden Werken:

1. Georg Simmel (1858-1918): Die Grossstädte und das Geistesleben; Dresden 1903.
2. Walter Benjamin (1892-1940): Über den Begriff der Geschichte (1940).
3. Siegfried Kracauer (1889-1966): Langeweile, in ders.: Das Ornament der Masse. Essays; Frankfurt a. M. 61994, S. 321-325.

In der Bearbeitung dieser Texte, werden die geistesgeschichtlichen sowie theoretischen Voraussetzungen ihrer Argumentation dargestellt und die Begründbarkeit und ihre Bedeutung für uns untersucht und diskutiert.

Ort: Peter-Beier-Haus
Aachener Straße 13 a
52428 Jülich
Gebühr: 15,00 € plus 2,00 € Kopiergebühr
Anmeldung: Tel. 02461/99660

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