Leben und Denken reflektieren, interpretieren und diskutieren 19.11.2017
   Start | Praxis | Pressespiegel | Bücher | Referenzen | Links | Impressum |

  

-› Seite Drucken  

Im Philosophischen Café dem Denken mal Beine machen. Dürener Nachrichten vom 07.06.2007
Düren. Im Philosophischen Café haben sich jetzt Dürener getroffen, um dem Begriff «Schönheit» auf den Grund zu gehen. Als Referent konnte der Philosoph Markus Melchers gewonnen werden.
Melchers nennt sich «ambulanter Philosoph». Er ist ständig auf Reisen, moderiert Gesprächsabende, und man kann ihn verschenken. Er nennt das: «Denken schenken.»

Im Haus der Evangelischen Gemeinde werden in diesem Jahr acht Abende mit Melchers veranstaltet - zum Denken und zum Reden. Es handelt sich um «philosophische Gespräche als praktisch anwendbare Lebenshilfe und Lebensreflexion».
Männer und Frauen jeden Alters, jeder Konfession sind eingeladen und erleben (für eine Gebühr von nur 5 Euro) einen Abend mit Gedanken und Gesprächen, mit angeregter Diskussion, in der manche Begriffe und Auffassungen vertiefen wird. Einzige Voraussetzung: «Dass man denkt, und dass man höflich ist», so Markus Melchers.
«Schönheit» war jetzt das Thema, und gleichsam zum Aktivieren las Markus Melchers drei sehr unterschiedliche Zitate von Philosophen vor, die Schönheit definieren. Es entspann sich sogleich eine rege Diskussion darüber, was man als schön bezeichnet und warum.
Man kam bald überein, dass man «Schönheit» sehr individuell empfindet. Das Beispiel von den Rubensfrauen, die heute wahrhaftig nicht mehr als Schönheitsideal gelten, oder Musikstücke, Bilder und Natur zeigten den Teilnehmern auf, wie unterschiedlich Schönheit wahrgenommen wird.
Nahezu unmerklich, jedoch einfühlsam und geschickt moderierte Markus Melchers das angeregte Gespräch und warf philosophische Fragen auf. Im Nu waren zwei Stunden vorüber. „Philosophen sind Erkenntnissucher“, meinte ein Gesprächsteilnehmer zum Schluss.
Mehrere Diskussionsteilnehmer gaben an, dieser Abend habe ihr Denken erweitert, interessante Einblicke in andere Sichtweisen gegeben. Einen humorvollen Schlusspunkt setzte Philosoph Markus Melchers mit einem Zitat von Marlene Dietrich: „Die Männer beteuern immer, sie lieben die innere Schönheit der Frauen. Komischerweise gucken sie aber ganz woanders hin.“ (ale)

      © Sinn auf Rädern/BelKom