Leben und Denken reflektieren, interpretieren und diskutieren 22.09.2017
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Ist die ganze Welt nur eine Bühne?, Dürener Zeitung vom 03.11.2009
Philosophie trifft auf Theater im Foyergespräch

Düren. Was haben Philosophie und Theater gemeinsam? Und sind „die Bretter, die die Welt bedeuten“, ein wahrhaftiges Spiegelbild der Welt oder nur eine Bühne, die Wahrheit und Unwahrheit und Wirklichkeit und Unwirklichkeit nach Belieben austauscht?
Diese und andere Fragen und Antworten diskutierte der aus dem „Philosophischen Café“  der Evangelischen Gemeinde zu Düren wohlbekannte „ambulante Denker“ Markus Melchers im Foyer des Hauses der Stadt.

Geistreiche Sentenzen

In dieser Auftaktveranstaltung zu der von der künstlerischen Leiterin Monika Rothmaier-Szudy konzipierten sechsteiligen Reihe „ Philosophie trifft Theater“ begeisterte der studierte Bonner Philosoph mit ebenso kurzweiligen wie geistreichen Sentenzen: Wenn Theater und Philosophie gleichermaßen die Welt erklären wollen, dann definiere sich Theater dadurch, dass es ohne Zuschauer gar kein Theater mehr sei, während der Philosoph dies auch ganz ohne Zuschauer schaffe.

Des Weiteren bestehe für das Theater nicht die geringste Veranlassung, ein wahrhaftiges Abbild der Wirklichkeit zu sein, schilderte Melchers. Vielmehr sei gerade der der jederzeit mögliche Wechsel zwischen Wahrheit und Unwahrheit und Wirklichkeit und Unwirklichkeit der Reiz für viele Menschen, im Theater vom Alltag - und damit von der Wirklichkeit – abgelenkt zu werden.

Ein Büchertisch der nur durch eine Wand vom Theater getrennten Stadtbücherei mit diversen Medien zur Philosophie und zum Theater ergänzten das Foyergespräch.
      © Sinn auf Rädern/BelKom